Fräulein Julie

Das Kammerspiel handelt von der jungen hochadeligen Julie, dem Diener Jean und ihrem Verhalten und Verhältnis zueinander während einer Mittsommernacht und am darauffolgenden Morgen. Es spielt im Jahre 1894 in der Küche des Herrensitzes von Julies Vater, dem Grafen, in einer kleinen Stadt in Schweden und behandelt Klassenunterschiede, den Geschlechterkampf sowie Liebe und Lust.
Julie versucht, ihrem durch gesellschaftliche Normen geprägten Dasein zu entfliehen und etwas Spaß zu haben, indem sie auf dem jährlichen Mittsommerfest mit der Dienerschaft tanzt. Dort fühlt sie sich zu dem Diener Jean hingezogen, der in der Welt herumgekommen ist und sowohl kultiviert als auch gebildet ist. Jeans Verlobte, eine Dienerin namens Kristin, hält sich auch des öfteren in der Küche auf und schläft dort, während sich Julie und Jean unterhalten.
Die Handlung thematisiert die unterschiedlichen Machtpositionen. Während Fräulein Julie über Jean steht, da sie der Oberklasse angehört und eine Dame ist, übt Jean durch seine Bildung und seine Männlichkeit Macht über Julie aus. Julies Vater, der Graf, übt kraft seiner Rolle als Vater, Adliger und Arbeitgeber sowohl über Julie als auch über Jean Macht aus, obwohl er nie in Erscheinung tritt.
Während der Nacht entwickelt sich das anfängliche Flirten zwischen Julie und Jean zu einer vollendeten Liebesbeziehung. Im Laufe der Handlung kämpfen beide darum, die Situation unter Kontrolle zu bringen und ihr gegenseitiges Verlangen zu ignorieren. Ein Kampf mit fatalen Folgen.

Die Inszenierung von Maximilian Berger wurde bereits im Januar 2016 im Chiemgau Theater mit großem Erfolg aufgeführt. Nun wird es vom Chiemgau Theater Ensemble für die neue Spielstätte in Grabenstätt wieder aufgenommen.

Spieltermine:
03./11./12./13. November
19./20. November
in der TheaterStrickerei in Grabenstätt

Beginn: 20:00 Uhr

Kartenreservierung


Eine Inszenierung von Max Berger
mit Katja Schanz und Andreas Schwankl
in einem Bühnenbild von Maja Rumswinkel